Der südlichste und östlichste Teil unserer Reise

Weiter gen Osten. Dass wir schon sehr weit östlich sind merken wir an den verschobenen bzw. nicht vorhandenen Standards, die hier herrschen. Unsere Gasflasche ist leer. Tauschen hier ist mit unserer Flasche keine Option. Wir fragen uns durch und kommen an einer Tankstelle an, welche uns die Flasche auffüllt. 3 kg für 4,50 €. Vergleich Deutschland: ich müsste mit der Flasche durch den kompletten Baumarkt laufen um sie zu tauschen, würde eine Flasche bekommen, in der nur 2,5 kg drin sind und für diesen Aufwand auch noch fast 30 € bezahlen. Weiter fahren wir nach Albanien hinein. An der Grenze fühlt es sich an, wie früher die Einreise zu den Tschechen. Albanien ist wunderschön, so grün. Es gefällt uns sehr gut. Hier fühlen wir uns endlich richtig im Balkan angekommen. Die Orte bestechen durch einen gewissen unbeschreiblichen Charme. Alt und zermoddert, aber irgendwie gut. Allerdings überzeugen die Straßen nicht so. Eine Straße die wir nehmen ist so schlecht, dass wir für nicht mal 100 km etwa 5 Stunden brauchen. Manchmal hört die Asphaltstraße einfach unangekündigt auf und ein Schachbrett an tiefen Schlaglöchern tut sich plötzlich auf. Die Landschaft ist wunderschön, doch viel sehen wir nicht, die Berge sind wolkenverhangen. Wir suchen einen Schlafplatz. Am Rande eines Dorfes machen wir halt. Mir geht es nicht so gut, ich leg mich kurz hinten rein zum ausruhen. Im nächsten Moment stehen zwei halbstarke Jungs 1 m neben unserem Auto, starren hinein und tuscheln, obwohl wir sie eh nicht verstehen können. Das zieht sich 10 Minuten, wir versuchen mit ihnen zu kommunizieren, doch es scheitert. Wir fühlen uns unwohl und fahren noch ein kleines Stück weiter. Am nächsten Tag fahren wir weiter durch die Berge, an allerhand Industriebrachen, unfertigen oder zerfallenen und dennoch bewohnten Häusern vorbei. Kinder stehen auf der Straße, wollen uns Kirschen verkaufen. Als sie merken dass wir nicht anhalten wollen, laufen sie fast vor das Auto bzw. ins Auto rein um uns zum anhalten zu bringen. Wir halten nicht, da es uns gruselig erscheint. Im Dorf sitzt der 10 jährige Junge in der Wechselstube und erklärt Felix auf englisch den Wechselkurs. Er hat Englisch über YouTube gelernt und berichtigt seine Lehrer in der Schule. In Kukes halten wir zum Kaffeetrinken. Unser Tischnachbar klaut ungefragt die Mine für einen Moment. Sigfried panikt, er hat Angst um sie, fängt an zu weinen und fleht mich an, ich solle die Mine wiederholen. Irgendwie süß. Außer den Cafés und einem Bäcker hat leider alles zu. Es ist ein muslimischer Feiertag.


70 € Autoversicherung für einen Tag durch den Kosovo fahren? An der Grenze zu Kosovo wollen sie uns als LKW abrechnen. Die Greencard fürs Auto gilt hier nicht. Wir brauchen eine 15 Tage Versicherung. 70 €? Für einen Tag? Doch lieber der Umweg über Albanien ohne Skopje abzufassen? Ach, gut, dass in den Papieren eindeutig PKW drin steht. Nur 15 €. Na ok. Wir kommen an Prizren vorbei und sind überrascht auf einen so touristischen Ort zu stoßen. Schon sehr touristisch, aber nicht überlaufen. Wir sind auch überrascht, wie man bei dem Kabelwirrwar an den Strommasten durchsehen kann. Wir gehen in eine sehr alte Moschee. Sigfried wiederholt mehrfach wie weich der Teppich ist. Der Teppich ist wirklich weich. Der weichste Teppich, auf dem wir je gelaufen sind. Sigfried ist kaum noch aus der Moschee zu kriegen, so wohl fühlt er sich auf dem Teppich. Er kullert sich und kugelt sich und muss quasi aus der Moschee herausgeschliffen werden. Vorbei an wunderschöner Landschaft fahren wir durch den Wald über einen kleinen Pass mit wunderschönen Orten, an denen wir aufgrund schlafender Kinder nicht anhalten wollen. Die Gefahr des Aufweckens durch Stillstand des Autos ist zu groß. Mist. Hätten wir mal an dem schönen Platz mit der Quelle angehalten. Das Ende vom Lied: wir schlafen an dem vermutlich hässlichsten, dreckigsten, ollsten Platz auf der ganzen Reise, der Fluss an dessen Quelle wir vor 20 km und und 3 Dörfern vorbeigefahren sind ist hier nur noch ein riesiger, verdreckter, vermüllter Fluss. Was uns im Kosovo noch auffällt, ist zum einen dass schon wieder alle deutsch können weil sie jeweils ungefähr 6 Geschwister in ganz Deutschland verteilt haben und es dort ja so toll finden und zum anderen, dass bei sämtlichen Straßenschildern jeweils der untere Teil durchgestrichen ist. Wir vermuten, dass es sich bei den durchgestrichen Namen um die serbische Schreibweise handelt. Uns wurde schon in Bosnien erzählt, dass man verhaftet werden kann, wenn man von Kosovo nach Serbien einreist, weil Serbien den Kosovo nicht anerkennt und man somit illegal einreisen würde.

Skopje. Wir kommen im südlichsten Land unserer Reise an und besichtigen die Hauptstadt Skopje. Eine monumentale Stadt könnte man sagen. In ihr ist alles übertrieben groß. Statuen über Statuen. Skopje hat eine lange Geschichte, viel Zerstörung und Wiederaufbau. Im Rahmen eines Stadterneuerungskozeptes wurde das Zentrum im Neo-Barock- und Neo-Klassizismus-Stil erneuert. Drumherum ragen einige prachtvolle Gebäude des Brutalismus in die Höhe. Und zwischendrin Statuen über Statuen. Alexander der Große auf dem Hauptplatz, dem goldenen Reiter gleichend, nur etwa 10 mal größer und ohne Gold. Schnell noch ein paar Teppiche kaufen, Martin, Jule und Martha treffen und dann wieder raus aus der Stadt. Für einen Tag in ein Klettergebiet. Ab jetzt ist es auf einmal richtig heiß. Ohne Schatten nicht auszuhalten. Wir treffen auf Schildkröten und Schäferhunde. Unser zweitägiges Camp wird von einem Hund belagert. Er sieht etwas mitgenommen aus, dennoch kräftig, aber zu nah gehen wir an ihn nicht ran. Wir machen ihn mit unseren Speiseresten endgültig zu unserem Wachhund. Von nun an verteidigt er unser Camp gegen die Schaf- und Kuhherden, die an unserem Camp vorbeiziehen. Zwei Kühe die durch unser Camp durch wollen werden ziemlich aggressiv durch unseren Wachhund zurück gewiesen. Der Hirte trägt eine deutsche Bundeswehr Jacke. Die meisten Hirten aus dem Dorf grüßen nur die Männer. Jule und ich werden nicht beachtet. Die muslimischen Frauen dazu sehen wir in den zwei Tagen dort nur einmal kurz auf dem Feld. Dann fahren wir die wirklich üble Dirtroad wieder zurück auf die Autobahn weiter nach Süden.

Prilep. Es ist wieder einmal wunderschön hier. Wir sind uns alle einig, solch artenreiche, bunte Blumenwiesen wie unter Prileps Boulderblöcken haben wir noch nie gesehen. Wildes Getreide, Raps, Kamille, Minze, Melisse, Thymian, Mohn, Stiefmütterchen, und so viel mehr. Welche Farbenpracht. Gleiches gilt für Insekten. Ab und an wird auch eine östliche Eidechsennatter gesichtet. Panzerschleichen, wie wir sie in Bosnien und Kroatien oft gesehen haben finden wir diesmal nicht vor. Einmal sitzen wir beim Bouldern und hören ein lautes Summen. Kurze Anspannung in der Gruppe. Ein wilder Bienenschwarm zieht unweit an uns vorbei. So bouldern wir zwei Tage in großer Hitze, immer auf der Suche nach Schatten. Ist keiner da wird das Tarp aufgebaut. Wir haben einen neuen Wachhund, welcher schon damals im Biwakbeitrag zu Prilep mit rumlief, glauben wir zumindest. Dieser super liebe Hund würde Sigfried ein paar Tage später in die Hand schnappen, da Siggi es nicht lassen konnte den Hund beim essen zu stören. Doch beide nahmen es nach einem kurzen Schreck gelassen und waren am nächsten Tag wieder Freunde. Am dritten Tag verletzt sich Martin beim Aufwärmboulder am Knöchel. Er wird dick und blau. Außerdem stellen wir fest: die Boulder sind schwer zu finden trotz Führer und weit auseinander, wir haben zu wenig Pads für die oft sehr hohen Boulder und schlechten Sturzgelände, wir haben zu wenig Spotter, alles was keine Griffe sondern nur Sloper hat und sei es nur eine 5b ist in dieser Hitze quasi unkletterbar für uns. Die Haut und die Gewöhnung an das Gestein fehlt. Die Bedingungen sind sehr suboptimal. Wir machen das beste draus, doch nach wenigen Versuchen ist die Haut bereits durchgeklettert. Abendliches Abkühlen im Stausee. Wir wollen in eine stillgelegte Marmormine Baden fahren. Der Reiseführer weist die „mazedonischen Pammukkale“ als tollste Attraktion um Prilep aus: schwimmen umgeben von schneeweißen Marmorblöcken in tiefblauem Wasser oder so ähnlich heißt es dort. Nach 6 km schrecklicher Dirtroad kommen wir an, um festzustellen, dass der Steinbruch (scheinbar wieder) in Betrieb ist. Nichts mit Baden. Die Farbe ist eher türkis-milchig durch die Schwebstoffe. Und wieder zurück zum Stausee, an dem uns des öfteren Autos ohne Nummernschild oder mit Kindern am Steuer entgegen kommen. Gruselig. Generell sind die Autos hier meist ganz schön durch. Am schlimmsten sehen die Autos der Roma Familien aus. Dass die überhaupt noch fahren können. Und dann sind da in nem Golf 1 auch noch 9 Leute drinnen? Und dann noch Dirtroad?….Pferdekarren fahren hier auch viele rum. In den oberen Sektoren an einem Kloster finden wir den bislang schönsten Schlafplatz unserer Reise. Hoch oben auf einem Berg haben wir einen super rundum Blick über die weite Ebene Prileps. Wir können wunderbar Gewitter beobachten, die in der Ferne vorüberziehen. Felix spannt mit Martin die Highline auf. 50 m. Siggi will auch drüber rollern. Wir finden Sportklettertouren neben dem Kloster an einem Felsblock und beklettern sie vermutlich als allererste, sie schienen sehr neu eingerichtet zu sein. Jule wird von einer Bremse gebissen. Nun hat auch sie einen dicken Knöchel. Am nächsten Tag gehen wir also alleine bouldern, in einem etwas höheren Sektor. Auf der Suche nach Problemen findet Felix Spuren von größeren Tieren, sowie einen Schlafplatz vom einem recht großen Tier. Ich hatte weiter unten ebenfalls schon Spuren entdeckt. Von diesem Moment an fühlen wir uns ziemlich unwohl. Zwei kleine Kinder und ziemlich viel Gepäck. Keine schnelle heimliche Flucht möglich. In diesem Sektor sind sehr viele große Haselnusssträucher, die Umgebung ist sehr unübersichtlich. Ist der Schlafplatz vielleicht doch von einem Bären? Wir brechen ab, gehen einen Sektor weiter runter, Felix macht sich dort noch etwas platt an einer 7b und dann ist das Gewitter tatsächlich mal direkt über uns. Also treffen wir uns in der Stadt mit Martin und Jule, bevor wir uns am nächsten Tag von ihnen trennen. Sie fahren weiter an den Ohrid See, wir zu Kai und Lennart nach Zasele.

Bulgarien. Wir fahren zurück in die EU. Auch hier gewittert es täglich mit sinnflutartigen Regenfällen. Sigfried freut sich über die Blitze. Kai und Lennart haben eine 130 m Highline in Zasele aufgebaut. Da will Siggi auch drüber rollern. Das ist unser Ziel. Hier finden wir auch den dritthöchsten Wasserfall Bulgariens vor. Abends auf der Wiese gibt es neben allerhand Mücken auch allerhand Glühwürmchen. Diese blinken, jedes in seinem Rhythmus. Es sieht aus, als würden lauter blinkende LEDs über die Wiese tanzen. Als nächstes Ziel steht Vratsa. Wir gehen in die Little Cave, endlich mal wieder ordentlich Sportklettern. Über uns zieht ein gewaltiges Gewitter, doch in der Höhle bleiben wir trocken und können den blitzen zuschauen. Noch einen Tag klettern wir hier, dann schauen wir uns noch die Ledenika Grotte an und fahren weiter nach Karlukovo. Dort erwartet uns eine von weitem unscheinbare, quasi in die Erde eingelassene, aber nach beiden Seiten hin geöffnete riesige Höhle mit zwei großen Dachfenstern, welche „God’s eyes“ genannt werden. Viele Touristen. Viel Lärm durch lärmenden Schulklassen. Viele Mücken. Viele Schafsherden. Viele Fliegen im Auto. Viele Gewitter. Mine wird ständig fotografiert. Wir klettern zwei Tage hier ziemlich schöne Touren. Am Ende des zweiten Klettertags werden wir von einem Gewitter mit Platzregen und Sturm weit in die Höhle hineingetrieben. Da die Höhle so hoch und der Sturm so stark ist müssen wir wirklich weit vor dem Regen flüchten.

Belogradschik. Dort sind wir heute hingefahren. Morgen besteigen wir einen Gipfel. Die Kinder verstehen sich super mit Kai und Lennart, die kleine Reisegruppe harmoniert sehr stark. Mine krabbelt so gut wie nicht mehr, fängt langsam an uns zu verstehen und hat immernoch keinen Zahn. Siggi macht den Anschein eines kleinen stänkernden ästhetik-liebenden Künstlers.

Aufgrund der Hitze haben sich unsere Reisepläne etwas geändert. Wir fahren demnächst für eine Woche nach Rumänien und dann bereits wieder Richtung Österreich. Hoffentlich werden wir in Serbien nicht verhaftet, weil wir bereits einmal durch den Kosovo gefahren sind!

Bilder sind wieder falschrum angeordnet.

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Viel Fahren und wenig Klettern.

Richtung Süden. Wir lassen die Gastfreundlichkeit der Kletterszene Banja Lukas hinter uns und gehen auf die Suche weiterer toller Klettergebiete mit kinderfreundlichem Lagergelände. Fazit ist, wir steuern insgesamt drei Gebiete an, welche im Kletterführer als interessant erscheinen, sich aber im Nachhinein, wie Felix so schön sagt, als Gebiete mit „lokaler Bedeutung“ herausstellen. In Bosnien ist das Klettern noch sehr jung, die Szene entwickelt sich erst noch und die meisten Touren, die wir vorgefunden haben, befinden sich im sechsten Grad. Es gibt viel Fels, doch meist nicht sehr kompakt. Die tollen Canyons können wir mit Kindern leider nicht beklettern. In Blagaj gibt es nochmal ein paar schöne Siebener, diese haben wir jedoch ruckizucki abgeklettert und außerdem regnet es uns auch dort ganz schön die Hucke voll. Außerdem werde ich Zeuge eines kleinen Erdbebens. Die Jungs sind gerade den Canyon auschecken und merken dabei nicht, dass die Erde wackelt.

Reise durch das Land und die Gemüter Bosniens. Ehrlich gesagt kriegen wir gar nicht sooo viel von dem Leben in Bosnien mit. Wir sprechen mit ein paar Locals und hören uns ihre Geschichten an. Eine Frau aus Bugojno erzählt vom Krieg, in der Stadt gibt es viele durchlöcherte Häuser. Sie erzählt von Jugoslawien, wie schön es damals war und dass der Krieg alles zerstört hat, eine Phase ihres Lebens, die sie verdrängt. Sie ist Muslimin, sie hat einen Kroaten geheiratet. Das ist der Grund, weshalb man ihr keine Arbeit gibt. Sie berichtet von Korruption in der Politik und von den drei politischen Fraktionen der Serben, Kroaten und Muslimen, die sich nicht einig werden und darüber, dass sie jeden morgen aufwacht und Angst hat, dass es wieder passiert. Sie will aber rauch nicht das Land verlassen, da hier ihre Wurzeln sind und das Land einfach wunderschön ist. Wir unterhalten uns mit einem sechsjährigen Mädchen, das erst dieses Jahr in die Schule kommt, aber schon nahezu perfekt Englisch kann. Wir fragen sie woher…natürlich durch das schauen von YouTube-Videos. Sigfried darf von nun an auch englische Videos anschauen. Felix spricht mit einem Mann, der mit seine Familie zum Picknick in den Canyon gekommen ist. Er war einige Jahre in Deutschland als Gastarbeiter. Seine Familie will Sigfried Cola und Chips andrehen. Als Felix ablehnt können Frau und Kinder das gar nicht verstehen. Der Mann schon, er kennt die deutsche Lebensweise. In Bosnien aber, meint er, leben sie ungesund und nicht so lange. Das Leben hier ist hart. Jeder raucht. Man verdient fast nichts. Deshalb wollen auch alle hier weg. Er erzählt ebenfalls von Jugoslawien, wie damals alle Arbeit hatten und wie herzlich die Menschen waren. Die Lokale waren voll, die Menschen standen sich nahe. Nun sind alle distanziert. Jeder sorgt für sich und versucht über die Runden zu kommen. Dennoch sind alle zu uns super herzlich. Im Eco-Center in Blagaj erzählt uns der Leiter über das Müllproblem, dass die Menschen nach dem Krieg ihre guten Gewohnheiten verloren haben, was man an den Flussufern deutlich sehen kann und auch im Fluss schwimmt auffällig viel Müll, obwohl Chris, ein Kajaker den wir trafen meinte, dass es schon viel weniger geworden sei in den letzten Jahren. Wir hören noch viele weitere Themen, die nicht so laufen, wie sie laufen sollten. Dennoch ist Bosnien ein wunderschönes Land. Tourismusinfrastruktur gibt es aber kaum hatten wir das Gefühl. Obwohl es viele Campings gab. Einmal waren wir essen. Ein riesiges Hotel, mit großem Außenbereich, Innen sehr edel, jedoch von Zigarettenrauch geprägt. Allerdings hatte das Hotel seine Hochzeiten schon hinter sich. Wir vermuten in Jugoslawien-Zeiten. Es wirkt etwas oversized. Das Essen ist super, die Preise gering. Wir bekommen noch ein Kuchendessert aufs Haus, dafür geben wir ein großes Trinkgeld. Da lässt es sich der Wirt nicht nehmen, dass er uns jedem noch ein Fußpils auf die Hand mitgiebt.

Dem Regen entrinnen wir, indem wir trotz schlechter Vorhersage ans Meer flüchten. Kai und Lennart fahren weiter Richtung Serbien. In Kroatien angekommen treffen wir auf das wärmste und sonnigste Wetter, das wir seit Anbeginn unserer Reise erleben, also ab ins Meer. Dank unserer getönten Scheiben, schlafen wir mehrfach inkognito an schönen Strandpromenaden. 100 km nördlich von Dubrovnik schlafen wir das erste Mal. Hier scheint noch keine Saison zu sein. Obwohl wir direkt nach der Grenze eine bauliche Veränderung ins Mediterrane feststellen, zeigt der Verfall auch hier seine Spuren. Drei riesige Hotels liegen Brach, direkt am Strand. Etwa auch aus Jugoslawienzeiten? Wann sonst sollten sie so genutzt wurden sein um dann einfach zu verfallen? So alt sehen die Anlagen eigentlich nicht aus… Bei einer macht es sogar den Anschein, als wäre sie im Sanierungsprozess. Na das wird lange dauern. Weiter geht es nach Dubrovnik. Hier hat die Saison scheinbar schon angefangen. Menschenmassen. Touristen. Massen an Touristen. Wir wollen uns die Altstadt anschauen. 4 Stunden Parken für 30 Euro? Na das ist dann doch etwas viel. Wir fahren also weiter. Im Nachhinein erfahren wir, dass dort Games of Thrones gedreht wurde, weshalb die Stadt neuerdings noch überlaufener wäre. Nun will Felix aber auf jeden Fall nochmal dahin, aber erstmal geht es an der Küste weiter runter.

Montenegro. Was haben die da eigentlich für eine Währung? Irgendwie stehen hier überall Europreise. Felix will Geld abheben. Er bekommt Euro aus dem Automaten. Die Währung ist: Euro. Die Preise sind ziemlich deutsch. Auch die Nummernschilder sind auffällig deutsch. In Bosnien hat man immer die alten deutschen Autos rumfahren sehen. Hier sieht man nur Bonsenkarren. Die Orte wirken alle sehr mediterran und geleckt. Aber nur wenn man von weitem schaut. In den Städtchen gibt es massenhaft Hochhäuser und fancy Hotelanlagen. Es liegt direkt neben Bosnien und ist doch eine komplett andere Welt. Sehr touristisch und eher teuer. Wir erfahren später, dass sie vorher auch die „Mark“ hatten, welche es noch in Bosnien gibt. Seit der Einführung des Euro sind die Preise dann um mindestens 50% gestiegen. Nun verdienen die Leute gut. Vor allem auch durch den vielen Tourismus. Wir wollten uns Kotor anschauen, soll wie Dubrovnik sein, nur kleiner und nicht so touristisch, war unsere Information. Kotor ist kleiner. Aber keineswegs weniger touristisch. Enttäuscht brechen wir die Stadtbesichtigung ab und fahren weite. Wir verbringen noch einen letztem Tag am Meer, weil die Kinder es so lieben und fahren dann weiter an den Skutarisee.

Die Kinder spielen meistens toll zusammen und Mine läuft schon ziemlich toll am kleinen Finger, rennt sogar, wenn sie einen Hund oder Katze sieht und frei läuft sie trotz großer Unebenheiten auch ganz schön gut. Deckel ab, Deckel drauf ist das neue Lieblingsspiel.

Sportliche Betätigung erhoffen wir uns die nächsten Tagen in Prilep. Uns juckt es in den Fingern, die letzten Tage bestanden aus viel Fahren und Rumhängen. Die Kinder sind nicht ausgelastet und wir auch nicht. Obwohl. Wir schon. Die Kinder….Überlastung….. Naja, da drüben wird es wahrscheinlich ganz schön heiß, also nochmal in Albaniens Bergen etwas Kälte tanken.

Und die Galerie ist verkehrt herum… Das erste Bild ist unten. Da es 02:00 Uhr ist spare ich mir, das mühsam umzuschichten. Einfach rückwärts angucken. Gute Nacht!

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Ganz schön wechselhaft.

Mal wieder Internet. Es ist etwas über vier Wochen her, dass ich das letzte Mal an einem Computer saß. Viele fragen wie es uns geht, wo wir sind, was wir machen. Also Felix, Kai und Lennart sind momentan in Banja Luka (Bosnien) im Kino und schauen einen Horrorfilm in 3D, wobei die dritte Dimension aus sich bewegenden Sitzen, Wind und Blitzmaschine besteht. Die Kinder schlafen im Auto. Ich sitze ganz allein in der Boulderhalle auf dem Campus von Banja Luka, mit einer Flasche Weißwein aus Montenegro, die mir Zela geschenkt hat und versuche nun die letzten vier Wochen zu rekapitulieren und mit übertrieben vielen Bildern zu untermalen 🙂 Also los:

Saint-Léger-du-Ventoux ist ein klitzekleiner Ort in Südfrankreich, welcher nahe eines schönen Canyons liegt, in dem man viele schwere Premiumketterrouten finden kann. Dort haben wir uns mit Jonathan verabredet und treffen weiterhin auf Jo und Yonca, sowie Jana und Sam. Die Kinder spielen schön zusammen und wir genießen das Leben am Fluss. Außer an zwei Parkplätzen wird das freie Campieren ohne Probleme geduldet. Im Ort gibt es sogar eine neue Toilette, zu der man von unserem Basecamp laufen kann. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Starker Wind ist unser ständiger Begleiter, genauso wie der Ruf des Kuckucks. Der gelegentliche Regen macht uns nicht so viel aus, da die Sektoren sehr steil sind. Nur der Nordsektor ist komplett abgesoffen, hatte es doch drei Tage vor unserer Ankuft wie aus Kannen geschüttet. Wir (ich) müssen uns erstmal wieder ans Sportklettern (Vorsteigen) gewöhnen. Nach zwei Klettertagen ist die Anpassung vollbracht. Schnell wird uns klar: Wir können zu viert doch nicht klettern wie in Tissa, sondern sind auf andere Kletterpartner angewiesen, da Mine ein echtes Energiebündel ist und permanente Betreuung braucht. Sie fängt bereits an freie zu laufen. Es stellt sich demnach ein sehr effektiver Modus ein, der sich bis jetzt durchzieht und weiterbestehen wird: Qualität statt Quantität und familienfreundliche Begehungen. Was bedeutet das? Die Exen nur in Routen hängen, die einen wirklich tollen Eindruck machen und nach dem Ausbouldern so schnell als möglich Rotpunkt klettern. Tatsächlich motiviert das so sehr, dass wir unsere „Projekte“ meist im ersten oder zweiten Durchstiegsversuch klettern. So kann ich bereits nach wenigen Tagen ohne Training wieder 7b+ und 7c klettern (Danke Muskelgedächtnis!) und Felix klettert so viele Routen bis 8a+. Er probiert auch ne 8b, die Jonathan schließlich durchsteigt, aber für Felix ist keine familienfreundliche Begehung drin, also wird das Projekt in die Zukunft verschoben.

Auf nach Osteuropa. Nach zwei Wochen an diesem wunderschönen Ort brechen wir auf um die Reise fortzusetzen. Fazit ist, wir müssen öfter nach Südfrankreich fahren. Wenn man drauf achtet sieht man viele Autos mit gelben Westen drinnen liegen. Auch an manchem Baum hängt eine gelbe Weste. Man kann das schon verstehen wenn man alle drei Tage für 70 Euro einkaufen geht, dass es Proteste gibt. Auf dem Weg stoppen wir bei Buis les Baronnies um einen Klettersteig für Sigfried zu machen. Nach 30 Metern stellt sich heraus, dass es doch zu anspruchsvoll für ihn ist und so steigen wir wieder ab. Er fand es trotzdem toll. Weiter geht es durch Gap, an schneebedeckten Bergen vorbei nach Briancon, welches wir uns kurz anschauen und dann über den Pass hinein nach Italien. Mailand anschauen steht auf dem Plan. Einen Parkplatz finden ist sehr stressig. Im inneren Ring ist beschränkter Verkehr. Wir fahren mitten hinein und direkt am Domplatz entlang durch die Altstadt und das Zentrum. Endlich finden wir einen Parkplatz. Die Stadt ist sehr voll, so viele Touristen, aber sie ist auch sehr schön und mit viel Hausbegrünung. Doch wo man hinsieht Geschäfte, Geschäfte, Geschäfte. Wir sehen uns den Dom an, drehen eine kleine Runde und weiter geht´s. Ein kurzer halt am Gardasee, Felix springt hinein und weiter geht die Fahrt. Mine wird wach, schreit unaufhörlich. Felix hatte Bier getrunken, tauschen ist keine Option. Eine Ausfahrt lässt auf sich warten. Kurzer Stopp also in der Notnische und dann ein sportlicher Blitzstart über den Seitenstreifen zurück auf die Fahrspur. Kurz vor Venedig schlafen, es steht am nächsten Tag auf unserem Plan. Wir fahren hinein, auch hier ist die Parkplatzsuche mühsam. 25 Euro für 12 Stunden Parken. Wir fahren mit dem öffentlichen Nahverkehr – Linienboote – über den Kanal mitten hinein. Es ist eine sehr schöne Stadt, doch auch hier Geschäfte über Geschäften, Konsum wo man hinschaut. Wir halten uns eher fern der Touristenautobahnen, gehen kleine Gassen entlang, die super schmal sind und immer schmaler werden. Die Wände sind schief, der Putz blättert ab, langsamer Zerfall, das macht den Charme aus und manchmal endet die Gasse einfach am Wasser – Sackgasse. Wir gehen essen. Das Essen ist so schlecht wie wir es noch nie erlebt haben, dafür aber richtig teuer. Wir werden kaum beachtet. Die wirren Gassen und Menschenmassen begünstigen es. Einmal im Leben die Zeche prellen: Check. Weiter geht es nach Osp um dort einen Vormittag zu klettern und dann ab Richtung Bosnien.

Kroatiendurchquerung. Wir fahren über atemberaubend schöne Hochebenen mit Wäldern. Überall finden sich Senken im Boden, die sich bis nach Bosnien durchziehen. Wir vermuten, dass es Dolinen sind. Oft sind direkt daneben kleine Häuschen und die Senken werden als kleine Ackerflächen genutzt (10x10m). Viele neuere Häuser sind unfertig, die Älteren sind oft zerfallen. Wir passieren alte Häuser mit Einschusslöchern. Der Geruch, die Sprache, die Lebensmittel, die Grundstücke, alles erinnert an Tschechien. Wir schlafen bei Kroatiens schönster Karstquelle. Diese wird als sehr ruhig beschrieben. Das können wir nicht bestätigen. Durch die starken Regenfälle der letzten Tage sind Felder überflutet und sämtliche Flüsse zu reißenden Strömen geworden, auch dieser hier. Eine kleine Brücke zum Quellsee hat es weggespült.

Raus aus der EU. Am nächsten Tag fahren wir weiter über die Grenze nach Bosnien. Unsere Pässe scheinen in Ordnung zu sein, wir dürfen sofort weiterfahren. Auffällig ist eine hohe Polizeipräsenz. Beim Blick auf die Minenkarte wird einem schon etwas mulmig, ganz schön viel Rot, um Bihac herum zum Beispiel worüber wir einreisen. Aber Felix sorgt sich mehr um Vipern im Klettergebiet und fiese Schäferhunde. Vipern finden wir tatsächlich sehr schnell. Eine Hornviper liegt unter einem Stein an dem wir lagern. Als Felix den Stein als Cheatingstone verwenden will entdecken wir sie. Doch ihr ist es zu kalt, um sich bewegen zu können. Wir entfernen sie mit langen Stöcken von unserem Lager, sie bleibt starr, wir vermuten dass sie vielleicht tot sei. Als die Sonne herauskommt legen wir sie hinein und binnen weniger Sekunden fängt sie tatsächlich an sich zu bewegen. Schnell ab also mit ihr im hohen Bogen in den Wald!

Pecka [Pezka] ist unser erstes Ziel. Dort findet gerade ein Kletterfestival statt. Das Camp wird auf einer Wiese errichtet, die in Deutschland aufgrund ihrer Flora mit Sicherheit strengstens geschützt wäre. Ein Auto mit Meißener Kennzeichen steht da, wir parken genau dahinter. Lennart und Kai sind also auch da. Es regnet jeden Tag ein bisschen, doch der Fels trocknet schnell. Es gibt nicht viele schwere Routen, Igor (Kletterführerautor) meint, das entspricht nicht dem bosnischen Kletterlevel und wir können gern Routen einbohren, wenn wir was schönes finden. Tatsächlich sind die Bosnier, die wir auf dem Festival treffen, super motiviert, klettern aber vorwiegend in der kleinen selbst erbauten Boulderhalle, in der ich gerade sitze und projektieren deshalb draußen nur im französischen sechsten Grad. Ich erst-begehe eine von Igor kürzlich eingebohrte 7b+ und gewinne auf dem Festival als stärkste Frau eine Flasche Schnaps. Yeyyy. Zwei Tage später Toprope-Flashe ich beinahe eine 7c, die ich dann im nächsten Versuch von unten Durchsteige. Pecka ist voll mein Style. Technische Züge an Löchern. Geil. Siggi rennt nochmal voller Freude nackt im Sonnenuntergang über die Wiese, bevor er ins Bett in den Bus geht, den er liebevoll immer „Zuhause“ oder „unsere Wohnung“ nennt und am nächsten Tag brechen wir auf Richtung Banja Luka.

Tramper nehmen wir vermutlich doch nicht mehr mit. In einem kleinen schönen Waldcafé machen wir kurz halt. Da spricht uns ein Spanier an, er wolle nach Tschechien oder so, ob wir ihn ein Stück mitnehmen können. Wir sagen ihm wo wir hin wollen und er willigt ein, dorthin mitgenommen zu werden. Wir fahren also los und werden von der Polizei angehalten. Sie wollen die Pässe sehen. Er hat was zum ausweisen dabei, bloß gut. Kurze Zeit später fängt er an uns zu beschimpfen, wir würden nicht dahin fahren wo wir es ausgemacht haben. Ich versuche ihm die Karte zu zeigen. Er kann uns nicht sagen wo er eigentlich hin will. Er fängt an auf Gott und die Welt zu schimpfen, in gebrochenem Englisch. Es wird immer skurriler. Ich fasse zusammen: Wir haben ihn aus unserem Auto rausgeschmissen und wir glauben der war total fertig und auf Drogen.

Banja Luka ist eine der größten Städte in Bosnien. Schön ist es hier nicht wirklich. Auf dem Campus wo wir uns aufhalten bei der Kletterhalle schon – sehr grün und ruhig. In Bosnien ist alles sehr billig. Viele können Deutsch und erzählen, wie toll Deutschland ist und dass alle nach Deutschland wollen um zu arbeiten, denn hier verdient man nichts. Es ist wirklich alles SAU billig. Alle die weggehen können, gehen weg. Nur ein paar Hauptakteure der Kletterszene sind noch in Bosnien geblieben, wie zum Beispiel Zelimir, der hier alles leitet und deshalb noch da ist. Uns wird erzählt, dass er einen Sportartikelversand eröffnen will, was aber nicht gut läuft, da niemand aus Bosnien bestellt, weil er Angst hat verarscht zu werden. Das ist sehr schade zu sehen. Die Leute hier sind super nett, hilfsbereit und schlau, haben riesen Potential. Die Kletterhalle haben sie selbst gebaut. Nur Griffe zu bekommen ist schwierig – oder besser sehr teuer. Die Halle erinnert an die Boulder City. Sie hat jeden Tag 18:30 bis 22 Uhr geöffnet. Es kommen jeden Abend alle her zum Trainieren. Alle sind super motiviert. Es ist eine Freude mit ihnen zu Bouldern. Auch Siggi hat große Freude daran. Wir bekommen einen Schlüssel für die Halle, dürfen sie nutzen wie wir sie brauchen. Am dringendsten brauchen wir eine heiße Dusche.

Wechselhaft war in den letzten Wochen somit nicht nur das Wetter, sondern auch die Landschaft und die Lebenshaltungskosten. Morgen fahren wir weiter Richtung Sarajevo, wo wir noch so eine Woche bleiben bei hoffentlich beständigerem Wetter und dann ab nach Mazedonien.

Die Bilder sind etwas durcheinander, weiß nicht warum Ciao.

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Elternzeit reloaded.

Endlich mal wieder ein langer Urlaub. Seit 9 Monaten sind wir nun schon zu viert. Der nächste Sommer steht vor der Tür – das bedeutet für uns zum zweiten Mal den Luxus einer längeren Elternzeitpause. Fast 4 Monate haben wir Zeit dafür. Wir wollten schon seit einer Woche weg sein, aber das Wetter in der Sächsischen Schweiz war bestechend schön und so blieben wir vorerst über Ostern hier um den Frühling mit Familie und Freunden zu verbringen.

Tissa. Wir starten in Tissa, Tschechien, um zu schauen, ob wir auch ein wenig Klettern können, wenn wir nur zu viert unterwegs sind. Es klappt! Dann geht es zum Stausee. Er ist eiskalt und wir sind die einzigen, die dort nächtigen. Sehr idyllisch. So ungestört fühlen nicht nur wir uns. Fünf Meter neben der schlafenden Wilhelmine finden sich zwei unterschiedlich gefärbte Kreuzottern zum Liebesspiel zusammen und lassen sich kaum stören. Ein seltener Anblick, doch sehr faszinierend.

Bus-Upgrade. Nicht nur die Familie ist größer geworden, sondern auch unser fahrendes Haus – länger, höher, breiter, schwärzer. Nach 4 Tagen und Nächten ausgiebigem Testen des frisch ausgebauten Gefährts wurde es für gut bis sehr gut befunden.

Das Nächste Ziel ist Saint Léger und danach geht es dann Richtung Prilep, Mazedonien. Wir freuen uns drauf.

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Sommer und Sonne trotz Winter

Letztes Jahr zum Jahreswechsel sind wir nach Spanien gefahren. Für ganze 4 Tage. Geplant waren 10 Tage, doch als wir mit Noro-Virus und starker Erkältung angesteckt wurden (Danke Jo und Yonca :-P) und dazu noch !starker! Wind kam, machten wir uns wieder auf gen Heimat, um doch im warmen Mandala Silvester zu feiern. Dabei wurden wir um die Erfahrung reicher, dass selbst für diese kurze Zeit es nicht zu weit sei, von Dresden nach Spanien runterzufahren, kamen wir doch auf dem Hinweg in weniger als 24 Stunden in Siurana an.

Dieses Jahr sollten volle 14 Tage ausgenutzt werden. Wieder ging es nach Spanien. Diesmal jedoch auf die weitaus wettersichereren Kanaren, um Krankheiten und Stürme möglichst auszuschließen. Und tatsächlich verbrachten wir volle 14 Tage in herrlichstem Frühsommerwetter.

Das vulkanische Gestein auf Teneriffa ist sehr abwechslungsreich, allerdings auch sehr gewöhnungsbedürftig. Mich persönlich hat es ehrlich gesagt gar nicht so sehr angemacht und überhaupt nicht zum Vorsteigen und Klettern an der Leistungsgrenze eingeladen. Jedoch 5 1/2 Monate nach Geburt Nummer zwei war das auch gar nicht die Intention dieses Urlaubs. Es ging eher um gemütliches Beieinandersein, aus dem Alltag entfliehen, dem kalten und schlechten Wetter entgehen und entspannt wieder ins Klettern reinkommen. Und genau dem sind wir auch höchst konzentriert nachgekommen, beim Baden im Meer zum Beispiel.

Wie gut es uns ging und ein paar Eindrücke von der Insel und der tollen Landschaft um den Teide herum könnt ihr euch in der Galerie anschauen:

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Ferropolis – Stadt aus Eisen.

Ferropolis – klingt wie ein ferner Ort. Doch es ist gar nicht weit weg von der Heimat. Es liegt in Sachsen-Anhalt. 160 km sind es und bei freier Fahrt gerade einmal 2 Stunden. Wenn nicht grad die Autobahn von einer Schlammschicht überschwemmt wurde und man deshalb 5 Stunden im Stau steht. Ja so ist es uns ergangen. 7 Stunden haben wir insgesamt gebraucht. Für gerade einmal 160 km.

Ferropolis ist ein alter Braunkohletagebau. Heutzutage wird er für Konzerte und Festivals genutzt. Warum wir dort waren? Felix hatte die Ehre mit Peter und Ines aus Leipzig, sowie Kai und Emil aus Dresden, eine Highline-„Show“ während des neuseenMAN – eine Triathlon-Veranstaltung – zu performen. Fazit war, dass die Jungs zwischen den riesigen Baggern eine 90 Meter lange Highline spannen durften und diese zwei Tage lang fröhlich hin und her laufen konnten. Dabei hatten wir zusätzlich das Privileg uns auf den Stahlriesen frei bewegen zu können. Das ganz besondere Ambiente soll annäherungsweise auf den Bildern vermittelt werden (unten aufs Bild klicken)

Danke Peter für dieses entspannte Wochenende!

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Geschützt: Hochzeit Große Räuber

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Hochzeit der Großen Räuber

Ich wurde diesen Sommer offiziell gefragt, ob ich denn die Hochzeit von Freunden fotografieren möchte. Begeistert sagte ich zu. Sehr engagiert war ich während Trauung, Feierei und Hochzeitsgipfelbesteigung am Folgetag dabei und ich finde es war eine sehr schöne Hochzeit und es sind auch ganz wunderbare Bilder entstanden, die die Atmosphäre sehr schön eingefangen haben.

Ein paar wenige Bilder gibt es hier zu sehen:

http://baehrschn.clan-hbg.de/gallerien/HochzeitRaeuberO17/index.html

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Endlich mal wieder Urlaub.

Uni, Uni und Uni war das Motto der letzten Monate. Endlich war das Semester zuende und wir konnten mal wieder in den Urlaub fahren. Istrien war das Ziel, weil es da letztes Jahr so schön war. Erst ging es nach Osp, dann zum Limski Kanal, Rovinj und Umgebung, nochmal nach Kompanj und zum Schluss nochmal einen Tag Osp.

Die Strapazen de letzten Monate mussten überwunden werden und so war das Klettern überhaupt nicht leistungsorientiert. Der kleine Nalle hätte das ja auch sowieso gar nicht zugelassen. Erstaunlicher weise konnte ich mich dennoch über 7b+ im Flash freuen. Schön wenn die Leistung trotz fehlendem Training nicht abnimmt.

Tino hat in Kompanj seine Bohrmaschine einsetzen können und eine Route gebohrt, die uns allen für einen leistungsunorientieren Urlaub viel zu schwer war. Vielleicht so zwischen 7c+ und 8a+ bewegt sich die Schwierigkeit. Vielleicht kommen wir ja nächstes Jahr wieder um es zu projektieren.

Wir haben uns neben der schönen Stadt Rovinj auch noch Hum angeschaut, die kleinste Stadt der Welt, super niedlich. Und in Pula waren wir, am südlichen Zipfel von Istrien. Auch eine schöne Stadt, allerdings im Dauerregen, welcher durch den Orkan der auch in Deutschland wütete herangebracht wurde, doch sehr nass und so flohen wir bis ans südlichste Ende des Zipfels, wo wir den Sturm nochmal so richtig erleben durften. An dieser kleinen Oase verbrachten wir eine Nacht bevor wir den letzten Klettertag in Osp verbrachten – ach nee ich war da nur mit dem Siggi Laufrad fahren und hab Gin gesoffen, nachdem ich eine Route zum Abschluss des Urlaubs geklettert hatte. 🙂

Dank meiner neuen tollen Kamera sind ein paar schöne Bilder entstanden, die ich mal wieder hochlade um sie mir überall anschauen zu können wenn ich Lust darauf habe!

http://baehrschn.clan-hbg.de/gallerien/Istrien17/index.html

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10 Jahre Stiftungsfest des GV-AusSteiger!

10 Jahre gibt es ihn nun, den GV-AusSteiger. Ein junger Kletterklub mit jungen ambitionierten Kletterfreigeistern.

Nun waren wir in Mala Skala bei den Tschechen um dies zu feiern. Sandstein. Tatsächlich steinhart. So störte es nicht dass es kurz vorher in Strömen regnete. Die Kletterrouten sind super schön. Die Steinqualität ist der Hammer. Am Nachmittag regnete es dann wieder und wir bauten eine Tarpburg und Kessel-chili-sin-carne sollte es geben bevor die Kulturbeiträge starteten. Feli, dein Kulturbeitrag….Hammer Leistung…wie war das? Das kann ja nur von jemandem kommen der aufm Amt arbeitet und den ganzen Tag nüscht zu tun hat.

Es war mir eine Ehre.

Hier ein paar Bilder von der Rasselbande.

http://baehrschn.clan-hbg.de/gallerien/StiftungsfestMalaSkala17/index.html

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